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Archive for the ‘Aufstehgedanken’ Category

BlümchenSMS-Dialog:

– Besorg dir doch mal WhatsApp.

– Ich hab kein Smartphone 🙂

– Ohje.

Stimmt. In Zeiten wie diesen ist die Kontaktaufnahme zu anderen humanoiden Lebensformen außerhalb irgendwelcher Apps auch nur unter erschwerten Bedingungen möglich. Eine Zumutung?
Wie haben das unsere Eltern, Großeltern damals bloß geschafft? Und wie ist es gelungen, dass ich gut aufwachsen konnte – so ganz ohne Internet? So ganz analog. Mit echten Briefen und Festnetzanschluss und drei Fernsehprogrammen mit Sendeschluss. Mit verbindlichen Verabredungen, die man nicht fünf Minuten vorher per Textnachricht abgesagt bekommt, wenn man selber schon zum Treffpunkt unterwegs ist. Mit Kommunikation von Angesicht zu Angesicht.

Manchmal glaube ich, etwas weniger Virtualität würde schon gut tun. Etwas weniger auf´s Smartphone glotzen, wenn man in der Bahn sitzt, sondern einfach mal aus dem Fenster gucken und sich den Frühling ansehen. Knöpfe raus aus den Ohren und Vogelstimmen lauschen.

Und sich die Frage stellen: was ist echt? Was ist jetzt? In diesem Augenblick.

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Ich lasse mich ja mit WDR 3 wecken, um nicht schon zu allerfrühester Stunde mit irgendwelchem nervigen Charts-Gedudel brutal aus den Träumen gerissen zu werden. Und diese Woche ist es am ersten Arbeitstag in diesem Jahr (= extra früh aufstehen) WDR 3 gelungen, mir einen besonders schönen Start in den Tag zu bescheren:

Irgendwie finde ich den letzten Teil sehr bewegend… *hach* 🙂

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Die wichtigste TechnologieNachdem die Begriffe Pegida und hier in Köln auch Kögida die Medien fluten, habe ich mich ein wenig informiert, soweit mir das möglich ist. Ich kenne das 19-Punkte-Papier dieser „Bewegung“, ich kenne die Kommentare, die die Bewegung unterstützen und die, die dagegen sind. Ich sehe in Aufzeichungen Menschen, die (weswegen auch immer) frustriert sind vom Staat und die Gelegenheit nutzen, dieser Frustation in „Spaziergängen“ Ausdruck zu verleihen. Ich sehe eine Mutti, der das mißfällt, aber nicht wirklich zuhören möchte, wo den Leuten der Schuh drückt. Ignoranz ist immer gefährlich, spielt sie doch unbescholtene Bürger Gruppierungen in die Hände, die behaupten, Antworten zu haben und einen Grund kennen für den Unbill im Lande.

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Oma anno 73Wie schreibt man einen Nachruf auf jemanden, den man eigentlich kaum kannte? Gestern ist mit 93 Jahren meine Oma gestorben, zu der ich die letzten 20 Jahre praktisch keinen Kontakt hatte. Gefunden habe ich eben beim Wühlen in einer Fotokiste dieses Bild, dass sowohl sie als auch mich in Frische und Blüte zeigt 🙂 Heute morgen ist mir ein wirklich guter Grund eingefallen, für diese mir eigentlich fremde Frau, ungeachtet wer und wie sie war, Wertschätzung und Verbundenheit zu empfinden: nämlich der, dass es ohne sie meinen Dad nicht gäbe und ohne ihn mich nicht – und: mein Dad ist so ziemlich der coolste Dad die man sich vorstellen kann (welches Kind kann schon von sich behaupten, den Herrn der Ringe komplett vorgelesen bekommen zu haben?).  Ich habe mich also in die richtige Familie inkarniert. 🙂 Und in dieser Ahnenreihe steht sie halt auch.

Jetzt sind alle meine Großeltern tot und wir Übrigen sind einen Platz weiter gerutscht. Ja, die Endlichkeit greift jeden Tag nach uns. Dinge kommen zum Abschluss. Und das ist auch gut so.

Möge sie eine gute Reise haben und wir hier unsere Zeit weiterhin gut für uns nutzen.

 

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Also… gestern war ich mit drei Kolleginnen bei einem Speed-Dating; mitgehangen, mitgefangen (das kommt davon, wenn man nebenbei mitbekommt, dass Kolleginnen Single sind und einfach so erzählt, dass eine andere Kollegin bei einem Speed-Dating neulich viel Spaß hatte). Ich hatte den ganzen Tag nicht die rechte Lust dazu. Die Vorstellung, sich anschließend gegenseitig im Internet zu bewerten und „wie-komme-ich-an“-Fragebögen auszufüllen ist mir irgendwie zuwider.

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Mörderin!

Mein Wunsch, zu töten, beschränkt sich glücklicherweise auf Stechinsekten. Wenn ich keine Ohrstöpsel trage, höre ich es fast jede Nacht und jeden Morgen wache ich mit einer neuen juckenden Stelle auf. Bisher habe ich versucht, völlig ommmmmmm damit umzugehen, aber inzwischen empfinde ich es schon als eine Art der Kriegsführung, die mich durch Störung im Schlaf und juckende  Stellen an Armen, Beinen und sogar Gesicht, den Zweck zu haben scheint, dass ich irgendwann völlig unzivilisiert um mich schlagen werde.

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